Montag, 31. Juli 2017

„Was wir dachten, was wir taten“ von Lea-Lina Oppermann

Rezension zu „Was wir dachten, was wir taten“ von Lea-Lina Oppermann

Titel: Was wir dachten, was wir taten
Autorin: Lea-Lina Oppermann
Seitenanzahl: 177
Erscheinungsdatum: 17.07.2017
Verlag: Beltz & Gelberg
ISBN: 978-3-407-82298-7


Fiona, Mark und Herr Filler erzählen uns - aus jeweils ihrer Perspektive - was wirklich passiert ist. Und zwar nach der Durchsage, die für einen Amoklauf gedacht ist. In dem Klassenraum findet gerade eine Mathematikschulaufgabe statt, als die Stimmung unter den Schülern kippt und sie bringen ihren Lehrer Herrn Filter dazu den Test nicht zu werten und abzubrechen. Der durchaus überforderte Lehrer versucht jede Panik zu vermeiden und alle Schüler ruhig zu halten. Doch als es an der verschlossenen Tür klopft, ändert sich alles.
Helden werden stumm, brave Mädchen mutig und Einzelgänger kurzzeitig zu Siegern.

Was daraufhin passiert, hätte vorher niemand sagen können, denn plötzlich werden alle Teil einer Art „Spiel“, das jederzeit Gefahr bedeutet und im Weiteren klarstellt, dass definitiv kein Sieger daraus hervorgehen wird.

Die Art wie Lea-Lina Oppermann auf knapp 180 Seiten diese 143 Minuten erzählt ist atemberaubend, deutlich, eindringlich, realistisch und gleichzeitig so skurril, dass man es nicht für möglich hält. Als Leser schwankt man zwischen Ekel, Entsetzen, Angst und Mitleid. Man fühlt sich nicht nur als Beobachter, sondern eher als Mitschüler, der gelähmt das Geschehen verfolgt und am liebsten eingreifen möchte.

Das Buch „Was wir dachten, was wir taten“ kann sich sehr gut in die Reihe der Schullektüren einreihen wie „Die Welle“ oder den Film „Das Experiment“.

An dieser Stelle möchte ich mich noch persönlich für die tolle Gelegenheit und das Event im Buchhaus Wittwer bedanken. Denn die Lesung am 15. Juli war besonders und durch die reibungslose Organisation ein super Erlebnis.

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